Oppermann’s Weblog

Just another WordPress.com weblog

Mein Besuch bei Ulrike

imgp0380.jpg
Jedesmal wenn ich Ulrike besuche, die in Franken mit ihrer Familie ein altes Schulhaus bewohnt, habe ich das Gefühl, dass ich ans Ende der Welt komme. Das heisst, irgendwie an den Rand, obwohl Ulrike wahrscheinlich auch nicht mehr oder weniger am Rand wohnt als ich selbst, schliesslich liegen ja grosse deutsche Städte in der Nähe. Da ist also dieses unbestimmte Gefühl, in einer bäuerlichen Provinzialität zu versinken, die aber etwas durchaus Beruhigendes hat und zum gemeinsamen Rotweintrinken einlädt und so dauert es meistens nicht sehr lange und wir machen eine Flasche Rotwein auf und plaudern. Wir plaudern über Filme, über Kunst, die Kinder, über Leben in Deutschland und in der Schweiz, weil ich mit meiner Familie schon fast 20 Jahre in der Schweiz lebe und über Südfrankreich, Ulrikes Traum. Charles Baudelaire schreibt in seinem Buch “Der Spleen von Paris” in einer seiner kurzen Geschichten: “Dieses Leben ist ein Hospital, in dem jeder Kranke besessen ist vom Verlangen, das Bett zu wechseln. Der da möchte am Ofen leiden, und jener glaubt, er könne am Fenster genesen. Mir scheint, als gehe es mir immer nur dort gut, wo ich nicht bin, und die Frage, ob es nicht besser sei, den Wohnsitz zu wechseln, gehört zu den Fragen, die ich unaufhörlich mit meiner Seele erörtere.” Vor einem Häuschen sitzen in Südfrankeich auf einer Veranda mit mediteranen Pflanzen , Blick auf das blaue Meer , einfach nur dasein, ohne etwas zu müssen und mit Ulrike plaudern, vielleicht über die Idee, den Wohnsitz zu wechseln, das wäre doch schön.

Ulrikes Seite

Olis Seite

Bisher keine Kommentare »

Dein Beitrag

HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>